(PR-inside.com 07.11.2009 12:18:01) - Der inhaftierte Hedgefondsmanager Helmut Kiener, gegen den die
Würzburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug
ermittelt, hofft nach übereinstimmenden Medienberichten offenbar auf
Diplomatenstatus. Der Aschaffenburger Gründer der K1-Fonds besitzt
einen Diplomatenpass des afrikanischen Staates Guinea-Bissau, wie
«Spiegel» und «Focus» am Samstag vorab berichteten.
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Hamburg/München (ddp.djn). Der inhaftierte Hedgefondsmanager Helmut Kiener, gegen den die Würzburger Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug ermittelt, hofft nach übereinstimmenden Medienberichten offenbar auf Diplomatenstatus. Der Aschaffenburger Gründer der K1-Fonds besitzt einen Diplomatenpass des afrikanischen Staates Guinea-Bissau, wie «Spiegel» und «Focus» am Samstag vorab berichteten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem «Spiegel» allerdings: «Wir gehen nicht davon aus, dass er Diplomatenstatus genießt.»
Laut «Spiegel» wird Kiener auf der Internetseite des niederländischen Außenministeriums gar als Attaché der Brüsseler Botschaft von Guinea-Bissau geführt.
Der «Focus» zitiert aus der Haftbeschwerde von Kieners Münchner Anwalt Lutz Libbertz: «Mein Mandant ist Attaché der Republik Guinea-Bissau und in den Niederlanden als Diplomat akkreditiert.» Damit genieße Kiener «vollständige Immunität von der Strafgerichtsbarkeit». Der Botschafter des Landes, Henrique da Silva, sei über die Verhaftung seines Diplomaten so verärgert gewesen, dass er sich in einem Brief bei der zuständigen Landgerichtspräsidentin beschwert habe.
Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt aufgrund mehrerer Anzeigen wegen Betruges und Untreue gegen den 50-Jährigen aus Aschaffenburg. Der für die Verwaltung des Anlagefonds (Hedge-Fonds) «K 1 Global Sub Trust» Verantwortliche soll sich demnach nicht an mit einer englischen und einer französischen Bank vereinbarte Anlagerichtlinien gehalten und Gelder in mehrstelliger Millionenhöhe veruntreut haben.
Presseberichten zufolge soll es sich bei den Banken um Barclays, JPMorgan Chase und BNP Paribas handeln. Laut den Berichten soll der studierte Psychologe und Sozialpädagoge verantwortlich sein für Verluste in Höhe von 400 Millionen US-Dollar. Er soll demnach das Vermögen des Fonds größer dargestellt haben, als es tatsächlich war, um Kredite von Banken zu bekommen.
(ddp)
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