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Gemeindesaal Benken (SG) wird zur Poststelle

Benken (SG)/Allschwil - Am Freitag, 25. Juli, öffnete im Gemeindesaal Benken (SG)und Restaurant Rössli die internationale Pfadibriefmarken-Ausstellung ''EuroScout 2008'' ihre Türen.



OK Präsident Werner Kradolfer führt durch die Ausstellung. (Bild: nry)
25.07.2008 09:18:38 - Gezeigt wird ein interessanter Querschnitt rund um das Thema Pfadi, welcher weit über das eigentliche Zentrum der Ausstellung, die Philatelie, hinaus geht und sowohl für eingefleischte Briefmarkensammler, als auch Pfadi-Begeisterte und allgemein für geschichtlich Interessierte viel Sehenswertes zu bieten hat.

In welchem Jahr wurde das erste Bundeslager in der Schweiz durchgeführt? Was ist auf der Schweizer Pfadi-Briefmarke von 1963 abgebildet und was findet man im Archiv der Pfadibibliothek in Buttes? Auf diese und unzählige weitere Fragen gibt die Ausstellung EuroScout 2008 Antworten.


Zeugen der Geschichte der Pfadibewegung

Alle zwei Jahre organisiert einer der 14 an die International Federation of Scout & Guide Stamp Collecting Organizations (IFSCO) angeschlossenen, nationalen Pfadi-Philatelie-Vereine eine Ausstellung. Mit Blick auf das Contura 08 hat sich der Schweizerische Pfadfinder-Philatelistenverein (SPPhV) um die Austragung bemüht. Im 1984 gegründeten Verein sind Sammlerinnen und Sammler von Pfadi-Briefmarken und -Dokumenten organisiert. Um der Ausstellung einen breiteren Rahmen zu geben, haben sich ausserdem die Ehemalige Pfadi Schweiz (EPS), der Verein Pfadfinderbibliothek und -Archiv Buttes (BAS), sowie der Verein Zentralarchiv und Meseum der Pfadibewegung Schweiz (ZA+M) mit Expontaten beteiligt.

So zeigt die Ausstellung im Gemeindesaal Benken bis zum Mittwoch, 30. Juli, und am kommenden Wochenende auch im Saal des Restaurants Rössli insgesamt über 250 Rahmen mit zahlreichen Exponaten, von denen ein grosser Teil seltene Originale sind. Bilder, Dokumente, Abzeichen, Ansichtskarten und natürlich Briefmarken zur Pfadibewegung im In- und Ausland geben Aufschluss über die Geschichte der Pfadi. Zu sehen sind postgeschichtliche Sammlungen, thematisch bearbeitete Sammlungen, Ganzsachen, Einrahmen-Exponate und Sammlungen der offenen Klasse. Die Bandbreite der Exponate reicht von Zeugnissen aus Zeiten des Burenkrieges im Jahre 1900, in dem der Gründer der Pfadibewegung, Lord Baden-Powell, das Städtchen Mafeking gegen eine Übermacht von Belagerern verteidigt hatte und dabei eigene Briefmarken herstellte, bis zum 100-Jahr-Jubiläum der Pfadibewegung im Jahr 2007, zu dem über 150 Länder spezielle Briefmarken herausgegeben haben.

Das Besondere an der Ausstellung ist die bunte Mischung an Sammlungen von Anfängern bis zu weltweit hoch prämierten Exponaten. Die Sammlungen werden hier aber nicht juriert, kommentierte Werner Kradolfer, Präsident des Organisationskomitees, dass dies nicht der Zweck des ‘EuroScout 2008 sei.


Die Pfadi im Dienste der Post und im Wandel der Zeit

Schweizer Pfadiheime auf Postkarten, Dokumente und Fotografien von Bundes- und Kantonallagern in der Schweiz, eine Dokumentation des 21. Weltjamborees, Abzeichen und Belege von allen fünf Kontinenten und vieles mehr legen hier Zeuge von der weltweiten Bedeutung der Pfadi ab.

Auch dem Begründer der Pfadi-Bewegung selbst, Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, sowie seiner Gattin ist eine Abteilung der Ausstellung gewidmet, die zum Teil wertvolle Originaldokumente beinhaltet.

Ausgestellt sind weiter mehrere historisch interessante Belege für den Einsatz von Pfadfindern im Dienste der Post. So hat die Pfadi beispielsweise bei der Staatsgründung der Tschechoslowakei 1818 die wichtigsten Postverbindungen zwischen den neu gebildeten staatlichen Einrichtungen organisiert und dabei spezielle Briefmarken und Stempel eingesetzt. Auch im Warschauer Aufstand 1944, stellten Pfadfinder im Untergrund unter Lebensgefahr Post zu.

Zusätzlich integriert ist die Foto-Ausstellung Pfadi unterwegs... von Kurt Eggenschwiler, welche in einer vergleichsweise kleinen, aber nicht minder interessanten Auswahl einen Querschnitt von 50 Jahren Pfadi zeigt. Ausgehend von alltäglichen Aktivitäten ist sie Abbild der Veränderungen der Pfadibewegung im vergangenen halben Jahrhundert.


Wettbewerb und Autogrammstunde

Für alle Kinder und Jugendlichen gibt es im Zusammenhang mit der Ausstellung noch einen interessanten Wettbewerb, bei dem es vier Fragen zu beantworten gilt, deren Lösungen sich aus der Ausstellung heraus erschliessen. Für alle richtigen Antwortzettel gibt es einen Preis. Mit dem Wettbewerb möchten wir das Interesse bei den Jugendlichen wecken, sich die Ausstellung genauer anzusehen, erläutert dazu André Groell, Präsident des Vereins Zentralarchiv und Museum der Pfadibewegung Schweiz.

Das eigentliche Tauschtreffen und die Versammlungen der IFSCO finden von Freitag bis Sonntag im Restaurant Rössli statt, an der auch zahlreiche Aussteller aus dem Ausland erwartet werden, wie Kradolfer erklärt. Am Samstag, 26. Juli wird zudem Marc Weller, Gestalter der Jubiläums-Briefmarke 100 Jahre Pfadibewegung, für eine Autogrammstunde anwesend sein und von 16.00 bis 17.30 Uhr philatelistische Belege signieren.

Als weitere Besonderheit wird der Gemeindesaal Benken vom 25. bis 27. Juli zur Poststelle. Während der Öffnungszeiten der Ausstellung können dann Karten und Briefe mit dem Sonderstempel ‘EuroScout 2008 versendet werden. Ebenfalls einen Sonderstempel Contura 08 setzt die Post auch im Besucherzentrum des Bundeslagers ein. - Nadine Rydzyk



Kontaktinformation:
Schweizerischer Pfadfinder-Philatelistenverein

Schweizerischer Pfadfinder-Philatelistenverein (SPPhV)
Postfach 1224
CH-4123 Allschwil 1 / Schweiz


Kontakt-Person:
Martin Bosle
Verantwortlich PR „EuroScout’2008
Telefon: +41 (078) 867 57 47
E-mail: e-Mail

Web: http://www.euroscout2008.ch



Autor:
Martin Bosle
e-mail
Web: http://www.pfadfinder-briefmarken.ch
Telefon: +41 78 867 57 47




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